Die Orgel von Jakobus

Die Orgel der evangelischen Jakobuskirche Diez-Freiendiez

Die Orgel in der evangelischen Jakobuskirche Diez-Freiendiez wurde 1971 von der Hamburger Orgelbaufirma Rudolf von Beckerath erbaut. Dabei konnten noch brauchbare Teile des früheren Instrumentes übernommen werden. Die Konzeption lehnt sich an norddeutsche Vorbilder aus der Barockzeit an. Sie ist darum besonders für die Wiedergabe von Werken aus der Bach-Zeit geeignet. Dass der Kirchenvorstand seinerzeit für die vorhandenen Mittel lieber ein kleineres, aber qualitativ hochwertiges Orgelwerk in Auftrag gab, hat sich über die Jahrzehnte hinweg bewährt.

Die Orgel besitzt 21 Register auf zwei Manualen und Pedal mit insgesamt 1.412 klingenden Pfeifen, in ihrem klingenden Teil die größte etwa 2,40 m lang, die kleinste 1 cm. Das Hauptwerk umfasst die drei Pfeifenfelder oben in der Mitte des Gehäuses, das Rückpositiv steht in der Emporenbrüstung, und das Pedalwerk befindet sich in den äußeren Pfeifenfeldern links und rechts vom Hauptwerk. Die blaue Farbgebung des Gehäuses ist symbolisch zu verstehen: Die Orgel stellt im Gottesdienst nicht einen akustischen Lückenfüller dar, sondern bietet „Himmelsklänge“ – mit anderen Worten: sie nimmt einen Verkündigungsauftrag wahr mit dem Mittel der Musik.

Disposition

Hauptwerk II. Manual Rückpositiv I. Manual Pedal
C – g3  C – g3  C – f1
1. Prinzipal 8’  1. Gedackt 8‘  1. Subbaß 16‘
2. Rohrflöte 8’  2. Praestant 4‘  2. Offenba 8‘
3. Oktave 4’  3. Holzflöte 4‘  3. Choralbaß 4‘
4. Blockflöte 4’  4. Waldflöte 2‘  4. Rauschpfeife 2f.
5. Nasat 2⅔‘  5. Quinte 1⅓‘  5. Fagott 16‘
6. Oktave 2‘  6. Sesquialtera 2f.  HW / P (Tritt)
7. Mixtur 4f.  7. Scharff 3f.  RP / P (Tritt)
8. Trompete 8‘  8. Dulzian 8’
RP / HW (Tritt)  Tremulant (Tritt)

Außerdem besitzt die Gemeinde eine Truhenorgel, ebenfalls ein Werk der Firma Rudolf von Beckerath, aus dem Jahr 1980. Die tragbare Kleinorgel besitzt vier Register mit 216 Pfeifen bei einem Tonumfang C – f3:

Gedackt 8‘
Rohrflöte 4‘
Prinzipal 2‘
Quinte 1⅓‘
angehängtes Pedal